Und das war der Artikel in der Rheinpfalz zu meiner Lesung am 31.01.2018 in der Stadtbibliothek in Speyer, an der ich meinen neuen Roman, "Romanze in Schottland", vorgestellt habe. Nettes Publikum, schöne Fragen - rundum gelungen!

Die letzte Lesung der Spira-Gruppe vom Literarischen Verein der Pfalz.

Schön war's! Und wir hatten unglaubliche 80 Zuhörer...




Lesung und Präsentation meiner Romane "Schattenliebe" und "Gestrandet in Nairn" am 17.03.2017 in der Gemeindebücherei in Freimersheim.


 

Karin Firlus hat bei der Schreibaufgabe der sog. „Impulsbar“ in der Literaturzeitschrift „Federwelt“ mit ihrem Text den ersten Preis gewonnen. Er ist auf der letzten Seite der Ausgabe Nr. 111 abgedruckt.

Die Aufgabe war, eine Person zu erfinden, die in eine solch verzweifelte Situation gerät, dass der Leser spontan und dringend helfen möchte. Der Text durfte maximal 900 Zeichen haben; das sind etwa 150 Wörter.

 

 

Das Baby schreit

 

Sie zerrt am Tape, das um ihre Handgelenke gewickelt ist. Aber es scheint sich nur noch fester zuzuziehen. Sie versucht mit der Zunge den Knebel auszuspucken. Sie würgt.

Das Baby schreit drängender.

Sie dreht die Fußknöchel; wenn sie einen Fuß freibekommt, kann sie mitsamt Stuhl zum Kinderzimmer robben. Das Tape sitzt stramm, schneidet schmerzhaft in die Gelenke. Sie kommt nicht voran.

Ihr Mund fühlt sich an wie Pappe.

Die Schreie des Babys sind jetzt schrill. Verzweifelt. Es verschluckt sich beim Luftholen. Die Nachbarn müssten es doch hören! Wieso beschwert sich keiner?

Die Kleine ist erst fünf Monate jung. Sie braucht dringend Nahrung.

Ihre Brust spannt. Sie spürt, wie Milch aus der linken Brustwarze tröpfelt.

Wann kommt ihr Mann heim – in zwei, in drei Stunden?

Was wird ER ihm antun?

Hält das Baby so lang durch?


Durchblick, Datum: 24.07.2015